Die Geschichte der Asendorfer Fahne

Sie beginnt auf der Vorstandssitzung vom 13.01.1967 mit ganz bescheidenen Vorstellungen. Zunächst wird man sich darüber einig, wie die Fahne in etwa aussehen soll. Die Vorderseite wird den Asendorfer Königsvogel mit Eichenblättern auf grünem Grund zeigen. Die Rückseite das Asendorfer Wappen, überkreuzten Gewehren auf gelbem Grund. Vorzeigbare Entwürfe sollen unsere Asendorfer Schulkinder entwerfen. Für diesen Wettbewerb stiften Heinz Giesen und der Vorstand drei Preise.
Und was soll darauf folgen? Nein der Verein strebt nicht hoch hinaus. Frau Giesen will in ihrer Freizeit die Fahne sticken; kostenlos! Sie glaubt, im kommenden Jahr damit fertig zu sein.
Es kommt anders. Auf irgendeine Weise war die Firma Fahnenfleck unterrichtet worden und schickte uns zum 10.02.1967 einen Vertreter. Dieser brachte drei Fahnen zur Ansicht mit. Das heißt drei verschiedene Qualitäten in drei verschiedenen Ausführungen und das bedeutet auch drei verschiedene Preise. Nämlich 1200,-, 1520,- und 1700,- DM.
Für welche der drei Fahnen sich der Vorstand entschied? Für keine. Das Thema Fahne verschwindet sogar aus den Versammlungen. Das Geld wird für notwendigeres als eine Fahne gebraucht.
Bis vier Jahre später die Generalversammlung am 28.12.1970 an der Reihe ist. Auch da muss erst der letzte Punkt der Tagesordnung „Verschiedenes“ erreicht sein, dass Günter Brett das Wort Vereinsfahne ausspricht, auszusprechen wagt. Soeben war nämlich der Antrag des Vorstandes um eine Beitragserhöhung von 10,00 DM von der Versammlung abgelehnt worden. Da steht Schützenbruder Gerd Gevers auf und beantragt, anstelle einer Beitragserhöhung eine Umlage von 20,00 DM zu setzen, um eine Fahne anzuschaffen. Ein törichter Einfall? Das Protokoll vermerkt dazu: „Hier geschieht ein Wunder.“ Der Antrag wird von der Versammlung angenommen und die Versammlung stellt sogar die Bedingung, dass die Fahne schon am nächsten Schützenfest vorangetragen werden muss. An dieser Stelle, meint der Chronist, hat der gesamte Vorstand erst einmal tief Luft geholt.
Von nun an konnte es leichtfüßig weitergehen. Auf der Vorstandssitzung am 15.01.1971 wurden die Fahnenträger benannt und drei Tage später mit dem Vertreter der Firma Fahnen Fleck das Aussehen unserer Fahne festgelegt. Natürlich, wieso eigentlich nicht, stimmt man für die teuerste Ausführung, die sich inzwischen auf stolze 2400,00 DM heraufgeschraubt hat.
Bei den Schärpen für die Fahnenträger beschränkt man sich dagegen auf die mittlere Qualität. Gar weiße Handschuhe für die Fahnenträger? Nein, die erübrigen sich.
Hat man erst eine Fahne, muss auch eine Fahnenweihe sein. Diese fand nach umfangreichen Vorbereitungen am 16.05.1971 statt. Im Beisein von etwa 600 Gästen wurde unsere Fahne geweiht und seitdem begleitet sie uns.






