Chronik des Schützenvereins Asendorf

Die Anfänge (1966–1969)

Im Winter 1966 nahmen Arnold Bisping, Peter Muus und Fritz Steinborn die Initiative, in Asendorf einen eigenen Schützenverein zu gründen.


Am 28. Dezember 1966 fand im Gasthaus Matthies die konstituierende Versammlung statt. Gastwirt Matthies und die Gemeinde stellten ein Grundstück für den Bau einer Schießsportanlage zur Verfügung – der Grundstein für das heutige Vereinsleben.

 

Bereits am 18. Januar 1967 wurde die Uniformfrage geklärt: Die Schützen tragen eine grüne Jacke mit dem Asendorfer Wappen auf dem linken Ärmel, schwarze Hose, weißes Hemd und schwarzen Schlips. Dazu gehört ein grüner Hut mit Kokarde und Eichenbusch – ein Bild, das bis heute unsere festlichen Umzüge prägt.

 

Nur zwei Tage später, am 20. Januar 1967, begannen um 13:00 Uhr die Bauarbeiten am Schießstand. Am 1. Juli 1967 konnte schon Richtfest gefeiert werden, und am 25. November 1967 fand das erste Schützenfest auf dem vereinseigenen Stand statt.

 

Auch die Vereinsstruktur entwickelte sich: Am 28. Dezember 1967 wurde Guido Andretzy stellvertretender Kommandeur. Kurz darauf, am 10. Februar 1968, wurde im Gasthaus Matthies der erste Königsball gefeiert.


Die offizielle Einweihung des Schießstandes folgte am 5. Mai 1968 – mit 34 Abordnungen auswärtiger Vereine als Gäste.

 

Noch im selben Jahr, am 28. Dezember 1968, beschlossen die Mitglieder mit 33 zu 10 Stimmen die Gründung einer Damenabteilung. Am 14. Februar 1969 wurde diese Wirklichkeit: Erste Damenwartin wurde Anneliese Maack, Stellvertreterin Irmgard Wüpper.


Am 27. Dezember 1969 fiel die Entscheidung zur Gründung eines Spielmannszuges, der fortan viele Vereinsfeste musikalisch begleitete.

Aufschwung und Bauprojekte (1970–1986)

Die 1970er- und 1980er-Jahre standen im Zeichen des Ausbaus und der Gemeinschaftspflege. 1971 wurde im feierlichen Rahmen die Schützenfahne geweiht.


1979 zog das Schützenfest in das neu erbaute Dorfgemeinschaftshaus um, das ab 1980 auch einen Luftgewehrstand im Keller beherbergte.

 

1982 begann eine Freundschaft mit dem Aarhus Blasorchester aus Dänemark, das bis zum Jahr 2000 regelmäßig das Schützenfest und andere Veranstaltungen musikalisch begleitete.

 

1985 erwarb die Gemeinde Asendorf das Gelände des Schießstandes von Horst Matthies. Nur wenige Monate später, am 15. März 1986, begannen die Arbeiten für einen Anbau am Schießstand, der am 29. Juni 1986 feierlich eingeweiht wurde.

Jubiläen und Modernisierung (1991–2005)

1991 feierte der Schützenverein sein 25-jähriges Bestehen im Rahmen des Schützenfestes.

 

1997 ging das Grundstück „Schützenstraße 16“ für den symbolischen Preis von 1 DM in den Besitz des Vereins über. Diese wichtige Entscheidung ermöglichte die aus Lärmschutz- und Emissionsschutzgründen notwendige Überdachung der Schießbahnen, die 1998 in Eigenleistung fertiggestellt wurde.

 

2005 wurden die Toiletten des Schützenhauses aus dem Keller ins Erdgeschoss verlegt, um eine kostspielige Pumpanlage zu vermeiden. Auch hier erfolgte der Anbau komplett in Eigenleistung. Eine Gruppe Sponsoren errichtete im Zuge der Arbeiten zudem eine Terrasse hinter dem neuen Toilettenbereich.

Tradition und Erneuerung (2016–2019)

Zum 50-jährigen Jubiläum 2016 erhielt das Schützenhaus ein neues Dach. Eine Fachfirma entfernte die alten Dachplatten, die Neueindeckung erfolgte in Eigenleistung durch Vereinsmitglieder.

 

Das Jubiläum wurde im Rahmen des Schützenfestes groß gefeiert – mit vielen befreundeten Vereinen, dem Aarhus Blasorchester und dem Schützenverein Elstorf. Leider konnte bei der Proklamation erstmals in der Vereinsgeschichte kein neuer König ausgerufen werden. Ein Jahr später setzte Martin Schmidt die Königsliste fort.

 

2018 wurde die neue Festhalle in Jesteburg eingeweiht. Während der Bauphase teilten sich die Jesteburger mit den Asendorfern das Schützenhaus – eine Zeit, in der die Freundschaft beider Vereine weiter wuchs.

 

Am 4. August 2019 feierte die Damenabteilung ihr 50-jähriges Bestehen im Rahmen des Damenkönigin-Schießens.

Auf dem Weg in die Zukunft (2022–2023)

2022 beschloss die Mitgliederversammlung die Anschaffung einer elektronischen Trefferanzeige. Die Investition wurde durch Zuschüsse der Gemeinde, Spenden von Unternehmen und Privatpersonen ermöglicht.

 

Beim Anschießen 2023 kam die Anlage erstmals zum Einsatz – mit großem Lob der Schützen. Heute können in Asendorf die Disziplinen Kleinkalibergewehr, Luftgewehr und Lichtpunktgewehr auf modernstem Stand der Technik trainiert werden.


Besonders das Lichtpunktschießen ermöglicht bereits Kindern ab 7 Jahren einen sicheren und spielerischen Einstieg in den Schießsport.

Das war’s – eine Geschichte voller Engagement, Eigenleistung und Gemeinschaft, die den Schützenverein Asendorf zu dem gemacht hat, was er heute ist: Ein Ort, an dem Tradition und Moderne Hand in Hand gehen.

 

Infos von Asendorf-Chronik.de

 

Mehr spannende Infos sind in der Festschrift zum 50 jährigen Jubiläum nachzulesen.